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WWII German Motorcycle Zündapp KS750 with Sidecar von LionRoar (L3508)

Das Motorrad Zündapp KS 750 wurde speziell als geländegängiges Fahrzeug (Motorrad-Gespann) für die deutsche Wehrmacht entwickelt. Ihre Besonderheiten waren das angetriebene Seitenwagenrad, das sperrbare Differential, der Rückwärtsgang und die zur Erhöhung der Bodenfreiheit im Winkel von 170° angebrachten Zylinder des Boxermotors. Im August 1942 vereinbarten die Zündapp-Werke und das BMW-Werk auf Drängen der Wehrmacht eine Vereinheitlichung beider Gespanne. Der einfachere BMW-Seitenwagen 286/1 sollte weiterproduziert werden und an die Zündapp KS 750 angebaut werden. BMW und Zündapp sollten gemeinsam nur noch die Zündapp KS 750 mit dem Seitenwagen-Typ 286/1 mit 20.000 Stück pro Jahr herstellen. Dieses Ziel wurde aber nie erreicht. Deshalb wurden beide Wehrmachtsgespanne wurden weiterhin von BMW und Zündapp gebaut, wobei fast 70 % der  Bauteile bei beiden Gespannen gleich sind. Von der Zündapp KS 750 wurden ca. 18.000 Exemplare gebaut.

 

Spritzrahmen A Spritzrahmen B Spritzrahmen C Spritzrahmen C Rückseite

Motorradbausätze im Maßstab 1:35 gibt es ja einige. Ich denke da vor allem an die alten Tamiya- und Italeri Bausätze sowie die neuen von MB. Aber was man bei diesem Bausatz geboten bekommt, stellt alles andere in den Schatten. Ich war schon recht gespannt, was die Firma Lion Roar die ja eigentlich bekannt ist für sehr gute PE-Sets, konstruiert hat. Nach Öffnung des Kartons war ich fast sprachlos von den vielen fein detaillierten Teilen an den Spritzrahmen. Man kann also sagen, nach den Flakgeschützen und Werfern sind die Motorräder (eine BMW R75 gibt's ja auch noch) der nächste Hit aus Shanghai.

Der Karton ist gefüllt mit 3 großen Spritzrahmen für das Motorrad, den Seitenwagen und als Zugabe für einen kleinen Anhänger, sowie 4 kleinen Spritzrahmen mit Teilen für die Räder. Komplettiert wird das Ganze mit einem kleinen Fotoätzteilbogen für kleine Anbauteile am Motor und für die  Kennzeichenhalter, zwei Spiralfedern für den Fahrer-Sattel, Klarsichtteilen für die Scheinwerfer, einem sauber bedruckten Decalbogen mit Kennzeichen und taktischen Symbolen, sowie als absolutes Highlight die Speichen in Form von stabilen Metallteilen. Die Räder werden aus jeweils fünf (!) Scheiben und den Speichen A und B zusammengebaut.

Wie schon erwähnt ist die Gussqualität hervorragend. Grate sind so gut wie keine zu sehen. Die Anzahl an Auswerferstellen hält sich in Grenzen. Da kann sich Trumpeter und Dragon bei der Konstruktion der Formen schon etwas abschauen. Der Bauplan ist genau wie bei anderen Herstellern in Bauabschnitten mit Explosionszeichnungen aufgebaut. Die Zeichnungen im Bauplan sind zwar etwas klein geraten, aber verständlich. Farbangaben gibt es von Gunze Hobby Color und Mr. Color.

Die Decals erlauben das Markieren von drei Krädern: 15. PzDiv DAK mit den Palmen, PanzerGrenDiv "Großdeutschland" in Panzergrau und 24. PzDiv ebenfalls in Panzergrau. Man könnte aber auch eine Dreifarbtarnung wie auf dem Cover aufspritzen.

Spritzrahmen für die Räder Fotoätzteile, Speichen beidseitig, Federn für Sattel, Klarsichtteile, Decals Bauplan Markierungsmöglichkeiten

Fazit: Wer eine richtig gute, fein detaillierte Zündapp bauen will, ist mit diesem Bausatz bestens bedient. Beim Zusammenbau benötigt man gutes Werkzeug, da sonst viele der kleinen Teile kaputt gehen könnten. Einziger Wermutstropfen ist der Preis von diesem Bausatz, der mit 35-38 Euro schon sehr hoch ist. Vor allem wenn man bedenkt, das er in Fernost die Hälfte kostet.

 

2009 © www.panzerscale.com       Galerieansicht Druckversion

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