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Kitreview Einheitsdiesel Kfz.61 Fernsprechbetriebswagen" von IBG-Models (35004)

 

Der Einheitsdiesel wurde in den Jahren 1937 bis 1940 von folgenden Werken gebaut:

 

· MAN ca. 1800 Stück

· Henschel ca. 1500 Stück

· Magirus ca. 2500 Stück

· Büssing ca. 3200 Stück

· Faun ca. 700 Stück

· Daimler Benz ca. 550 Stück, wahrscheinlich wurde das Kfz auch von Vomag in Plauen gebaut.

 

Das Fahrzeug war technisch sehr fortgeschritten. Dank eines komplizierten Antriebssystems auf 3 Achsen und Einzelradaufhängung, war der Einheitsdiesel sehr gut als Geländefahrzeug geeignet. Dank dieser Eigenschaft wurde das Kfz gern als Truppentransporter eingesetzt. Der Nachteil war die geringe Zuladung von nur 2375 kg. Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs betrug 4925 kg. Die Produktion wurde im Jahr 1940 eingestellt. Der Grund hierfür waren die hohen Kosten im Vergleich zu den anderen zweiachsigen Fahrzeugen. Eingesetzt wurde der Einheitsdiesel bei Wehrmacht und Luftwaffe, als Pritschenwagen, Funkwagen, mobile Telefon- und Funkzentrale, Feldküche und Werkstattwagen.

 

Spritzrahmen A Spritzrahmen B Spritzrahmen X Spritzrahmen Y

Der Bausatz kommt vom polnischen Hersteller IBG-Models, der bisher Bausätze im Maßstab 1:72 hergestellt hat. Die ersten Bausätze im Maßstab 1:35 waren zwei Motorräder BMW R12. Als neuste Bausätze kommen vom Hersteller zwei Einheitsdiesel in der Pritschenversion und diese Version mit Koffer. Die Detaillierung der 5 Spritzlinge ist recht gut, zwar etwas grobe Angüsse, aber keine kleinen zusätzlichen Gussnippel. Die Aufteilung der Teile ist durchdacht, jedoch sind die Rahmen mit A, B, X und Y schon etwas eigenartig gekennzeichnet. Die Holzteile für den Kofferaufbau sind hervorragend gegossen; leider sind die Fahrerhaus- und Koffertüren mit eingegossen, so dass das Fahrzeug nicht mit offenen Türen dargestellt werden kann. Alle Außenteile sind ebenfalls sehr gut gegossen und haben nur wenig Grate. Der Bauplan ist übersichtlich in 3-D Form gestaltet. Zusätzliche Metall- Ätz- oder Resinteile gibt es nicht.

Im Bauabschnitt 1 wird der Rahmen des Fahrzeugs zusammengebaut. Er kommt nicht wie gewohnt als Grundteil sondern muss aus sehr vielen Teilen ähnlich wie Trumpeters Leopold oder Dragons Eisenbahnwaggons erst mal mit sehr vielen Teilen zusammengebaut werden.

 

IGB spendiert dem Fahrzeug einen Motor (den man später nicht mehr sieht). Dagegen fehlt für den Holzkoffer mit schönen großen Fenstern zum reinschauen, die komplette Funk/Fernsprech Innenausstattung. Nicht mal ein Tisch ist vorhanden. Das finde ich aus heutiger Sicht schon etwas schwach.

 

Die Räder sind etwas seltsam im Profil und bestehen aus zwei Halbschalen. Der Ersatzkanister und die Schaufel stammen nicht von der EDW, sondern sehen irgendwie amerikanisch auf. Der Auspuff ist aus Vollplastik und muss aufgebohrt werden. Der Kühlergrill ist ebenfalls aus Plastik gegossen und sieht auch nicht gerade wie beim Original aus. Die Peilstangen sind viel zu grob und müssten besser selbst angefertigt werden. Die Klarsichtteile der Fenster sehen wiederum sehr gut aus. Die sehr gut gedruckten dünnen Decals von Techmod erlauben die Markierung von zwei verschiedenen Fahrzeugen in Panzergrau:

 

· Nachrichtenabteilung 1 der 1. Infanteriedivision in Russland im Juni 1941

· Nachrichtenabteilung 12 der 12. Infanteriedivision in Frankreich 1940

Klarsichtteile Decals und zwei Griffe Bauplan Bauplan in 3D Ansicht

Fazit: Ein interessanter Bausatz für ein Modell was es in Spritzguss bisher noch nicht gab. Wer also vor hat sich diesen Bausatz zu kaufen und richtig gut bauen will, sollte sich viele Referenzfotos besorgen, auf etwas Scratcharbeit einstellen oder auf Zurüstteile vom Aftermarket warten. Ich gebe dem Bausatz auf Grund der oben angesprochen Mängel die Note 3. IGB ist neu am Markt, da kann man noch einiges verzeihen. Über den Preis muss man nicht reden, da der Modellbauer sowieso keinen Einfluss darauf hat, mir aber für die wenigen Teile zu hoch ist.

 

2010 © www.panzerscale.com       Galerieansicht Druckversion

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