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2005/2006 waren die Jahre in denen die Firmen Dragon und Tristar sich bei den neuen Bausätzen der frühen Panzer IV ein wahres Gefecht lieferten. Das vorerst letzte Kapitel war der Tauchpanzer in der Ausf. D. Während Dragon sich beschränkte und das Modell nur unter dem Label Cyber-Hobby in der teuren limitierten Ausfertigung (mit Resinteilen) herausbrachte, hat sich Tristar auf seine Formen der vorangegangen Pz IV-Bausätze gestützt und den Bausatz zu einem annehmbaren Preis herausgebracht.

Für die Operation "Seelöwe", die geplante Invasion von Großbritannien, verlangte das OKW ursprünglich 180 Unterwasserpanzer. Am 19. August 1940 gab es davon umgerüstete 153 Panzer III und 48 Panzer IV in vier speziellen Panzereinheiten. Nachdem die Operation "Seelöwe"  auf unbestimmte Zeit zurückgestellt wurde, verlegte man alle Panzer wieder zurück in Ihre Standorte (Eutin, Putlos, Bremen und Hamburg) und unterstellte sie der 18. Panzerdivision.

Bei dem Tauchpanzer IV handelte es sich um umgebaute Pz.Kpfw. IV Ausf. D für eine vorgesehene Unterwasserfahrt. Alle Öffnungen wurden mit wasserdichten Gewebe versiegelt, die Klappen, die Kanone, die MG-Öffnung. Eine zusätzliche Dichtung für den Turmdrehkranz und das Sichtfenster des Fahrers wurden aus einem aufblasbarem Gummischlauch angebracht. Die Lufteinlässe für den Motor und der Auspuff wurden mit Rückschlagventilen abgesichert. Luft wurde über einen angebauten Schnorchel an der rechten Wannenseite angesaugt.

übersichtlicher Bauplan mit kurzer Beschreibung Oberwanne, Front, Heck und Seitenteile weitere Oberwanne und Teile für die Tauchausführung Unterwanne, Teile für das Fahrwerk (2 x) und Turm Teile für den Turm mit Inneneinrichtung und Aufbauten weitere Fahrwerksteile 2 x vorhanden

Der Bausatz von des Tauchpanzer IV Ausf. D von Tristar (023) besteht aus:

  • 19 Spritzrahmen + Unterwanne und Turm

  • 788 Teilen

  • 1 Fotoätzteilbogen

  • Klarsichteilen

  • Metallseil für die Abschleppseile

  • Einzelkettenglieder

  • 2 Decal-Bögen

Der Karton des Bausatzes von Tristar ist randvoll gefüllt mit sauber eingeschweißten Spritzrahmen. Diese sind  in der gewohnten sehr guten Qualität und von leicht bräunlicher Farbe. Die Detaillierung kann mit sehr gut eingeschätzt werden und braucht sich vor den Dragon Produkten nicht verstecken. Gut gefällt mir die systematische Verteilung der einzelnen Bausatzteile an den Spritzrahmen. Einige der Spritzrahmen waren leicht verzogen, was aber auf den Bau keine Auswirkungen haben dürfte. Störende Angüsse sind an einigen Teilen vorhanden, besonders im Berech des Fahrwerks und der Werkzeuge. Das bedeutet unnötige Mehrarbeit mit Entfernen und Schleifen. Die Einzelkettenglieder haben eine sehr gute Qualität und auch die richtige Form und Maße. Das Fahrwerk kann bei dem Modell beweglich dargestellt werden, dass bedeutet aber auch eine bewegliche Kette, oder vorher genaues Anpassen an den Untergrund. Sehr gut finde ich die Klarsichtteile für die Periskope und die beiden Frontscheinwerfer. Auch das beigelegte Metallseil, hat ein realistisches Aussehen und kann bedenkenlos verwendet werden. Die beigelegten Fotoätzteile beschränken sich auf Werkzeughalterungen, Ketten und die Lufteinlässen für den Motor. Wer die Kettenbleche verbiegen will muss sich separate Ätzteilen von Voyager, Eduard oder Aber besorgen.

Heckanbauten, Turmdrehkranz, Klappen und Auspuff Werkzeuge, Wagenheber, Abschleppösen und Kleinteile Nieten, Schraubenköpfe und andere Kleinteile Einzelkettenglieder 3 x vorhanden Klarsichtteile, Nieten und Schraubenköpfe Ätzteile, Abschleppseil und Abziehbilder

Der Bauplan ist bei Tristar ähnlich wie bei Dragon, nur etwas kleiner und besteht aus 8 Seiten plus den Markierungsmöglichkeiten. Beschriftet ist er in englisch und für die Sprachfreaks unter euch, auch in Chinesisch. Er ist sehr übersichtlich in Modulen aufgebaut durch die guten Zeichnungen auch leicht verständlich. Im Bauplan sind 5 Markierungsmöglichkeiten angegeben.

  • 2.Panzerdivision, Semols 1940.

  • 9./PzRgt 18, Russland 1941

  • eine weitere PzRgt 18, Russland 1941

  • 3./PzRgt 18, Deutschland 1940 und

  • eine unbeschriebene, alles in "panzergrau"

Der Decalbogen ist von sehr guter Qualität, gedruckt bei Cartograph in Italien. Da beim Bau nur eine Markierung verwendet werden kann, bleiben noch zusätzliche Ziffern und Einheitskennungen für die Grabbelkiste übrig. Ein im Bauplan angegebener Holzbalken liegt nicht bei, aber dass dürfte mit einer kleinen Leiste aus dem Baumarkt kein Problem sein.

Fazit: Ein sehr schöner Bausatz mit hervorragender Ausstattung, der den Preis von rund 30-35 Euro auf alle Fälle wert ist.

 

2007 © www.panzerscale.com     Druckversion  Galerieansicht

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