zurück Home | über mich | Galerie | Blog | Tipps & Tricks | in Arbeit | Kit preview | Neuheiten | Ausstellungen | Auftragsmodellbau | Links | Impressum | Gästebuch

 

 

 

Nachdem der doch schon ziemlich in die Jahre gekommene Bausatz des Marder II von Tamiya und der Alan-Bausatz nicht mehr so richtig den Anforderungen des modernen Modellbaus entsprechen, liegt seit einiger Zeit der neue Bausatz der Firma Dragon in den Geschäften und verspricht viel gutes.

Der Marder II war als Panzerjäger eigentlich mehr eine Notlösung, da viele ausgemusterte Panzer II-Fahrgestelle zur Verfügung standen. Der Turm und ein Teil des Aufbaus des Panzer II wurden entfernt und ein mit dünner Panzerung versehener Kampfraum geschaffen, in dem die Kanone montiert war. Anfangs noch die 7,62 cm Kanone russischer Bauart, später dann die effektive deutsche 7,5 cm Pak 40/2. Produziert wurden vom Frühjahr 1942 bis zum Sommer 1943, 1216 Marder II. Eingesetzt wurde er hauptsächlich an der Ostfront. Einige Marder II sogar bis zum Ende des Krieges.

Der Bauplan ist sehr umfangreich gestaltet

Bemalungsschema für 11 Versionen

Seitenteile und Oberwanne

Teile für den Innenraum und die Panzerung

Fahrwerk und Räder 2 x

Kleinteile für den Anbau und Motor mit Getriebe

Der Bausatz des Marder II von Dragon (6262) besteht aus:

  • 13 Spritzrahmen und Wanne
  • 457 Teilen
  • 3 Fotoätzteilbögen
  • Schaufelhalter aus Metall
  • Einzelkettenglieder MagicTracks
  • Klarsichtteilen
  • Decalbogen
  • gedrehtem Alurohr
  • Bauplan

Die Firma Dragon bietet uns mit diesen Bausatz eigentlich einen Kit der Extraklasse an. Die Teile sind sauber an den grauen Spritzrahmen gegossen. Störende Angüsse sind produktionsbedingt zwar einige vorhanden. Diese fallen aber so gut wie nicht in Gewicht. Der Detaillierungsgrad kann mit ausgezeichnet beschrieben werden. Was aber gerade dem Anfänger sehr große Schwierigkeiten bereiten wird, sind die extrem hohe Anzahl an Kleinteilen und der doch etwas unübersichtlich wirkende Bauplan. Man sollte den Bauplan lieber einmal mehr gründlich studieren und dann erst anfangen mit der Montage der Teile. Begonnen wird mit dem Bau des Fahrwerks, dass diesmal leider nicht beweglich ist. Für das Stützrad hat man 3 verschiedene Möglichkeiten. Da Dragon  jedoch nichts vorgibt, ist es jedem selbst überlassen welche Möglichkeit er wählt. Sehr gut finde ich den Innenausbau des Marders mit Motor und Getriebe, da somit die vorderen Luken geöffnet dargestellt werden können. Fotoätzteile liegen dem Bausatz für die Werkzeughalterungen, Auspuffgitter, Kolonnenfahrlicht, Haken und Halterungen bei. Eine Weiteres Highlight bietet die Pak40/2. Diese strotzt nur so vor Detaillierung und kann beweglich gebaut werden. Einziges Manko hierbei, ist jedoch die zu dicke Frontpanzerung des Schildes und auch die Seitenpanzerung des Fahrzeugs.

Kleinteile für die Montage der Pak

Wanne und Kanonenschild

Munition und Munitionskisten

alle Werkzeuge, Waffen und Klarsichtteile

MagicTracks

Decals, Rohr und Fotoätzteile

Alle Werkzeuge sind mit und ohne abgegossene Halterungen beigelegt. Für die Sichtblöcke der Winkelspiegel befindet sich standardmäßig Klarsichtmaterial im Karton. Das Rohr der Panzerabwehrkanone liegt als volles Plastikteil und als gedrehtes Aluteil vor, so dass nicht unbedingt auf den Aftermarket zurückgegriffen werden muss. Dem Bausatz liegen einige Infanteriewaffen der Gen2 bei, die sich als gutes Beiwerk für ein Diorama eignen. Die Panzerketten als MagicTracks sind in Ordnung und lassen sich gut verarbeiten.

Mit den sehr gut gedruckten Abziehbildern ist es möglich, sechs verschiedene Marder an der Ostfront in Russland, zwei in Ungarn, und jeweils einen in Ostpreußen, Frankreich und in Afrika zu markieren. Decals liegen auch für die Granaten und die Munitionskisten mit bei. Die Farbangaben für das Modell und die Varianten beziehen sich auf zwei verschiedene Gunze Farben und Enamels von Model Master.

Fazit: Ein sehr schöner Bausatz mit hervorragender Ausstattung, der den Preis von rund 35 Euro auf alle Fälle wert ist und den es lohnt zu bauen. Wenn man jedoch die Panzerung richtig darstellen will, empfiehlt es sich den Ätzteilsatz von Cyber-Hobby oder Voyager zu verwenden.

 

2007 © www.panzerscale.com      Druckversion Galerieansicht

[Counter]

mal gelesen