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Tiger II mit Henschelturm 1./sHPzAbt Feldherrnhalle von Dragon 6303 im Maßstab 1:35.

 

Es ist endlich geschafft! Der "Zimmerit-Köti" von Dragon ist fertig zusammengebaut. Wie ich schon in meinem Preview schrieb. Der erste Bausatz von Dragon mit angegossener Zimmeritbeschichtung. Wie baut sich der Königstiger? Dragon hat mit dem Bausatz wieder einmal nur halbherzig Neuland erschlossen. Der Bausatz ist keine Neuentwicklung, sondern nur zusammengewürfelte Spritzrahmen der älteren Bausätze. Gerade mal ein Spritzling mit den Zimmeritteilen ist zusätzlich dabei. Das hat natürlich Folgen für den Zusammenbau. Der Bauplan, in Fotoform gehalten weist viele Fehler auf und oftmals erkennt man nur sehr schwer die richtige Platzierung der Teile am Modell. Falsche Teilebezeichnungen, die Wahl zwischen gleichen doppelten und dreifach vorhandenen Teilen mit verschiedenen Nummern und fehlenden Teilen im Bauplan, sind hier wieder mal die Highlights. Das größte Übel ist aber das angegossene Zimmerit. Dragon hat nicht bedacht, dass die Zimmeritteile nicht automatisch mit den Teilen der älteren Bausätze so harmonieren, dass alles ordentlich zusammenpasst. Die Wanne ist mit den Zimmeritteilen ca. 2 mm länger und das Zimmerit befindet sich auch an Stellen wo Klebenähte sind. So entstehen unschöne Spalten zwischen dem Zimmerit und den Schweißnähten. Ich habe die Zimmeritbeschichtung an den Klebestellen weggedremelt und somit eine gerade Auflage der Teile z.B. unter den schönen Schweißnähten erreicht.

Sonst gab es weiter keine Probleme. Die vorhandenen Ätzteile des Bausatzes sind vollkommen ausreichend. Wer möchte kann sich ja die Kettenabdeckungen noch dünn verblechen, aber es geht auch ohne. Die Zerstörungen der Kettenbleche hab ich mir von Originalfotos abgeschaut und mit Säge und Seitenschneider ordentlich Arbeit geleistet.

Einen Maybach-Motor von Tamiya habe ich auch noch eingebaut. Dieser passt sehr gut in das Dragonmodell rein. Die meiste Arbeit beim Zusammenbau machten wie immer die Ätzteile und die MagicTracks (Angüsse verschleifen).

 

Zur Bemalung: Ich habe das Modell mit einer Dreifarbtarnung (dunkelgelb, grün und braun) versehen und danach sehr dünne Schichten weiß von Tamiya drübergenebelt, so dass man das Tarnschema noch durchschimmern sieht. Es folgte ein Washing mit dem fertigen dunklen Washing von MIG Productions. Diese Farbbrühe habe ich mit einem Flachpinsel von vorn nach hinten überzogen und nach kurzer Trocknung mit einem Papiertaschentuch wieder abgewischt. So entstanden effektvolle Schlieren. Um die eintönige Farbe etwas auszulockern habe ich verschiedenfarbige kleine Kleckse mit Ölfarbe aufgebracht und diese dann verstrichen bis alles ineinander übergegangen ist. Es folgte eine Trockenmalen mit aufgehelltem Dunkelgelb um die Strukturen besser hervorzuheben. Der Schmutz und die Verstaubung wurde mit angemischter, stark verdünnter, verschiedenfarbiger dunkler Acrylfarbe und verschiedenen Pigmenten erreicht. Ich habe nur sehr wenige Farbabplatzer an den Blechen angebracht, da die Panzer nicht sehr lange im Einsatz waren. Schlieren und Verwitterungen an den Blechen habe ich mit den neuen Tensochrom Set 1 von Lifecolor angebracht. Diese Farben sind Lasuren und können mit dem Pinsel gut verarbeitet werden. Die Kette wurde nach meiner "Methode" behandelt und zusammen mit den Rädern mit etwas Gewalt im fertig bemalten Zustand wieder aufgezogen.  Die Markierungen sind Trockentransfers von Archer, da die Decals des Bausatzes nicht zu verwenden sind. Die Farbe des Auspuffs entstand mit 2-Komponenten Rost und rostfarbenen Pigmenten. An der Motorhaube und den Tankeinlässen habe ich mit Leinöl und etwas schwarzer Ölfarbe einige Öl- und Benzinflecke angebracht. Der Abschluss bildet ein dünner Überzug mit clear flat von ModelMaster. So wurden die Transfers und die Pigmente versiegelt und eine gleichmäßige Oberfläche erreicht.

Fazit: Mit etwas Erfahrung und viel Zeit kann man aus dem Bausatz ein schönes Model aus der Kiste bauen, ohne das man zusätzliche Teile benötigt.

 

2008 © www.panzerscale.com    Druckversion

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