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Der Panzer fertig zusammengebaut nach der Lackierung in Panzergrau rechte Seitenansicht, die Decals wurden vor der Alterung angebracht linke Seitenansicht Ansicht von hinten. Der Schlamm wurde mit Strukturpaste erzeugt Ansicht von vorn. Zur Strukturpaste kam noch ein wenig Meersand dazu

Die Manschetten für die Tauchausführung liegen als Resinteile dem Bausatz bei die Verschmutzungen wurden teils gespritzt oder mit Pinsel aufgebracht Ansicht schräg von hinten. Verschiedene Pigmente verstärken die Verschmutzung Die Ketten sind von Friul und wurden nach meiner Methode verschmutzt Auf der Oberfläche wurden verschiedene Filter mittels Ölfarben gesetzt Für mich das schönste Foto, man sieht deutlich die verschiedenen Grautöne
Die roten Punkte waren tatsächlich an verschiedene Tauchpanzern vorhanden Das Emblem des PzRgt 18 war ein Totenkopf der aus den Wellen schaut weitere Verschmutzungen an den Oberflächen habe ich mit Pigmenten erreicht Die Pigmente wurden trocken oder mit feucht mit Terpentin angebracht und verstrichen Ein chipping wurde nur leicht durchgeführt. Nur an den Stellen der größten Abnutzung An den Detailfotos kann man sehr gut die Verschmutzung sehen
Die Kreuze sind Trockentransfers von der Firma Archer An der Turmoberfläche sieht man sehr gut die Staub- und Schmutzablagerungen durch die Pigmente Der Panzer fuhr durch dreckiges Wasser und Schlamm, das habe ich hier dargestellt Beachte die Manschette zum Schutz der Kanone Die Werkzeuge sind mit Ätzteilen verankert Beachte den Auspuff bei der Tauchausführung des Panzer IV

zum Vergrößern auf die Fotos klicken oder

 

Tauchpanzer IV Ausf. D von Dragon Cyber-Hobby (08)

 

Für die Operation "Seelöwe", die geplante Invasion von Großbritannien, verlangte das OKW ursprünglich 180 Unterwasserpanzer. Am 19. August 1940 gab es davon umgerüstete 153 Panzer III und 48 Panzer IV in vier speziellen Panzereinheiten. Nachdem die Operation "Seelöwe"  auf unbestimmte Zeit zurückgestellt wurde, verlegte man alle Panzer wieder zurück in Ihre Standorte (Eutin, Putlos, Bremen und Hamburg) und unterstellte sie der 18. Panzerdivision.

Bei dem Tauchpanzer IV handelte es sich um umgebaute Pz.Kpfw. IV Ausf. D für eine vorgesehene Unterwasserfahrt. Alle Öffnungen wurden mit wasserdichten Gewebe versiegelt, die Klappen, die Kanone, die MG-Öffnung. Eine zusätzliche Dichtung für den Turmdrehkranz und das Sichtfenster des Fahrers wurden aus einem aufblasbarem Gummischlauch angebracht. Die Lufteinlässe für den Motor und der Auspuff wurden mit Rückschlagventilen abgesichert. Luft wurde über einen angebauten Schnorchel an der rechten Wannenseite angesaugt.

 

Der Bausatz baut sich eigentlich auf dem sehr schönen Dragon-Bausatz des PzKpfw. IV Ausf. D auf. Cyber-Hobby hat neben vielen schönen grauen Spritzrahmen noch zusätzliche Fotoätzteile, die spezifischen Teile für den Tauchpanzer aus fein gegossenen Resin, den Schnorchel aus Messing und Decals beigelegt.

Man möchte meinen: "was gibt es schöneres als solch einen Bausatz", aber hier kommt das aber: man muss höllisch aufpassen, dass man auch die richtigen Teile vom Tauchpanzer anbaut. Vor allem weil Dragon im Bauplan, dem Modellbauer immer wieder neue Rätsel aufgibt. Das Teile angegeben werden, die es gar nicht gibt, geht ja noch. Mit etwas Ausdauer findet man sie dann auch irgendwo und irgendwann an den vielen Spritzrahmen. Die Highlights sind aber verkehrte Bezeichnungen. Wie kann es angehen das ein Teil G6 eigentlich das Teil J66 ist, oder in der Zeichnung zwar Teile angebaut sind, aber der Bauabschnitt völlig fehlt. Sehr schön ist auch die Draufsicht auf die Kettenabdeckungen, nur eben Seitenverkehrt. Wenn man für die Werkzeughalter Ätzteile nimmt (sieht ja schöner aus), passen andere Teile nicht mehr am Modell, oder nicht mehr an der richtigen Position. Trotz all dieser Schwierigkeiten und einigen Flüchen, habe ich nach ca. 4 Wochen endlich den Panzer soweit zusammengebaut, dass er gespritzt werden konnte.

 

Vor dem Spritzen wurde im Fahrwerksbereich noch eine Lage Strukturpaste, vermischt mit feinem Sand von der Atlantikküste zur Darstellung von Lehm und Erde aufgeschmiert. Als das alles gut durchgetrocknet war, wurde eine Vorschattierung aller Ecken, Kanten und Blechstöße mit schwarz durchgeführt. Danach ging es an die erste Lage Farbe. Ich habe dazu einen 5x2x1 Mix aus Tamiya XF-63 (German Grey), XF-50 (Field Blue) und XF-1 (Flat Black) verdünnt mit nochmals soviel Isopropanol, komplett über das Modell gebrusht. Danach erfolgte das wolkige Aufhellen durch Zugabe von etwas XF-2 (Flat White) und XF-59 (Dessert Yellow) zur Grundfarbe. Das verleit der Oberfläche etwas Abwechslung. Der nächste Arbeitsschritt ist eine weitere Aufhellung der Innenflächen mit schrittweiser Zugabe eines verdünnten Mix aus XF-2/XF-59 zur Grundfarbe. Als mir das Ergebnis gefallen hat, habe ich die Kanonenmanschette mit einem Mix aus der Grundfarbe und etwas Vallejo 988 (Khaki) gespritzt. Mit der gleichen Farbe wurde auch die Turmmanschette gespritzt. Das Ganze wurde zum besseren Halt der Decals mit etwas Future versiegelt. Eigentlich wollte ich das Modell mit Kennungen der 7.PzDiv markieren, aber Dragon hat wieder mal Decals beigelegt, die viel zu groß sind. So wurde mein Panzer zur 18.PzDiv versetzt, die ja bekanntlich auch Tauchpanzer hatten. Die Kreuze sind Trockentransfers von Archer, die sich sehr gut verarbeiten lassen.

Als erste Alterungen habe ich ein washing mit stark verdünnter Ölfarbe Umbra gebrannt durchgeführt. als Verdünnung nehme ich dazu immer Terpentinersatz. Nach einem Tag der Trocknung habe ich einen Filter mit verschiedenen Ölfarben gesetzt und danach mit einem hellen grau trockengemalt. Als nächstes wurden verschiedene Pigmente am Modell angebracht. Diese wurden teils trocken mit einem Pinsel verrieben, und an verschiedenen Kanten mit Leinöl und Terpentin mit einem kleinen Pinsel nass angebracht. Das gesamte Fahrwerk wurde ebenfalls mit Pigmenten verschmutzt. Ein chipping wurde nur an den Stellen mit Vallejo 922 angebracht, die durch starke Abnutzung gekennzeichnet waren. Die Friulketten sind nach meiner Methode (hier beschrieben) behandelt worden. Die Metalleffekte an den Ketten und am Modell erreichte ich mit einem Silberstift von Carismacolor und durch Graphitpulver aus dem Baumarkt. Der Abschluss bildete ein dünner Überzug Klarmatt von ModelMaster.

 

Fazit: ein schönes sehr Modell mit einer reellen Farbgebung. Der Verschmutzungsgrad ist bei dem Modell etwas höher als sonst, einfach weil diese Panzer ständig Wasser und Schlamm in Ufernähe ausgesetzt waren. Beim Bau sollte man aber Geduld und viel Zeit mitbringen.

 

2007 © www.panzerscale.com    Druckversion

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