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Neubau-Fahrzeug (Nb.Fz.) Nr. 2 mit Krupp-Turm und Rheinmetall-Fahrgestell von Cyber-Hobby (6666)

Als Anfang des Jahres der Bausatz eines Neubau-Fahrzeuges in Spritzguss angekündigt wurde, war ich glücklich endlich dieses frühe Fahrzeug der EDW von dem es nur fünf Exemplare gegeben hat, bauen zu können. Bisher war ja dieser Panzer nur als Resin-Kit von der polnischen Firma ARMO auf dem Markt. Als dann die ersten Infos über den Cyber-Hobby Bausatz herauskamen, war ich schon etwas enttäuscht. Das erste war der Preis von knapp 100 Euro und das zweite, man konnte nur die Version Nr. 2 (aus Stahlbrech) mit diesem Bausatz bauen. Ich wollte ihn aber trotzalledem bauen und so habe ich mir den Bausatz direkt von Cyber-Hobby für knapp 60 Euro aus Hongkong bestellt.

Als der Bausatz dann endlich vom Postboten gebracht wurde und ich in den Karton geschaut habe, kam die nächste Ernüchterung. Der Inhalt war sehr Überschaulich. Nachzulesen ist das alles in meiner Bausatzvorstellung hier auf der Seite.

 

Zum Bau:

Dragon mit dem Bausatz eigentlich an seine Anfangszeiten zurückgegangen. Da ist nichts mehr mit zig Einzelteilen a la "Smart Kit". Es ist doch alles ziemlich einfach aufgebaut. Begonnen hat alles mit dem Fahrgestell, was doch ziemlich einfach aufgebaut ist und erstmal fest verbaut werden musste. Die Radverkleidung des vorderen Stützrades passt nicht, do dass die Achse um ca. 3 bis 4 mm gekürzt werden musste. An den Seitenteilen müssen einige Niete abgeschnitten werden, da diese an dieser Version nicht vorhanden waren.

Der Zusammenbau geht eigentlich ziemlich schnell voran, jedoch zeigt es sich bei der Konstruktion der Einzelteile, dass es schwierig sein wird das Modell zu bemalen. Ich muss jetzt mal meinen Ärger über die Firma Dragon loswerden. Je mehr ich an dem Bausatz arbeitete, drängte sich mir die Frage auf: "wollten die auf Teufel komm raus den Bausatz nur früher als die Konkurrenz herausbringen????" Der Konstrukteur dieses Bausatzes war auf alle Fälle kein Modellbauer.

Warum sind die Seitenkästen an der Wanne angegossen? Warum müssen die unteren Laufräder komplett auf die Schiene geklebt werden und nicht einzeln an die Federn zum späteren Herausnehmen? Das Problem ist nämlich die Bemalung des Fahrwerks. Ich bin gezwungen alles zusammenzukleben, habe aber dann das Problem das ich nur sehr schwer mit dem Pinsel und dem Farbspritzautomat an die Teile herankomme. Es ist einfach nicht möglich das Fahrwerk in Baugruppen lose zu montieren, anzupassen, wieder abzunehmen, zu lackieren und dann fest anzubauen. Ich hab soooo einen Hals. Falls dieses Kit, wie bei manch anderen von Dragon zum "Kit des Jahres" gewählt wird, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Bis jetzt gibt es für Detaillierung eine 1, für Passgenauigkeit eine 3 und für die Konstruktion und den Preis dafür eine glatte 6.

Sehr viel Arbeit haben die Ketteglieder der riesig langen Kette gemacht. Das Abtrennen und Versäubern hat über 3 Stunden gedauert. Aber man ist ja Modellbauer mit Leib und Seele. Ich habe die Kette dann komplett nach meiner Methode zusammengebaut und auf das Modell aufgezogen. Dragon hat natürlich wieder bei der Konstruktion einige Highlights mit eingebaut. Angüsse zwischen Klebezapfen und innen an Haltern.

Der Scheinwerfer hat mir so wie im Bausatz nicht gefallen. Die habe ich etwas abgeändert. Eine Zuleitung aus Draht von einer alten Spule ist auch noch rangekommen.  Da Dragon für alle Luken nur die Option geschlossen vorgesehen hat, ich aber unbedingt ein paar Figuren hineinsetzen wollte, mussten die Innenseiten etwas gescratcht werden. Vorbildfotos gibt’s dazu nicht, aber so frei aus der Phantasie mit etwas Evergreen-Profilen und ein paar Teilen aus der Restekiste geht so etwas auch. Die wenigen Ätzteile habe ich alle verbaut. Die Halter sind aus Kupferdraht. Eine Leitung zum Frontscheinwerfer habe ich eingebaut. Die Auspuffrohre habe ich aufgefräst. Die drei MG 34 habe ich mit Messingrohren ersetzt. Es ist je eins von Schatton, RB-Model und Armorscale. Sie sehen aber alle gleich aus. Die Türme und die Kettenbleche sind in dieser Bauphase nur angesteckt.

Zur Bemalung:

Ich habe zuerst alle angehefteten Teile wieder entfernt und dann ging es los mit dem Farbspritzautomat. Ich möchte mein Vorgehen anhand der linken Seite des Panzers aufzeigen. Die Alterung für den Panzer hat ca. 14 Tage gedauert. Zur Anwendung kamen alle bekannten Techniken, wie washing, fading, trockenmalen, chipping und Verstauben mit Pigmenten trocken und nass. Den Abschluss bildete ein Versiegeln mit Klarlack matt von Model Master.

Fazit: Mit Geduld und viel Arbeit kann man aus dem Bausatz ein richtig gutes Modell bauen. Negativ ist der hohe Preis und die Seltsame Konstruktion der Teile. Trumpeter bringt das Naubau-Fahrzeug Nr. 1 und Dragon die Versionen Nr. 3-5 demnächst auf den Markt. Mal schauen wie sich diese dann bauen werden lassen. Mit der Nr. 3 und 5 lässt sich dann auch ein Diorama vom Einsatz dieses sehr interessanten Panzers in Norwegen 1940 bauen.

 

Originalfoto Schießschule Putlos 1937 Originalfoto

 

2011 © www.panzerscale.com    

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