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Panzerhaubitze 2000 von Revell (03042)

 

Die Panzerhaubitze 2000 ist das derzeit modernste Artilleriegeschütz der Welt. Aus der Bewegung kommend, erfolgt die Herstellung der Wirkungsbereitschaft innerhalb von 30 Sekunden. Ein typischer Feuerauftrag von 8 Schuss wird binnen 60 Sekunden ausgeführt, wobei die ersten 3 Schuss als Feuerschlag in weniger als 10 Sekunden abgegeben werden können. Die in einem gepanzerten drehbaren Turm eingebaute 155 mm L 52 Waffe der PzH 2000 verfügt über ein teilverchromtes Rohr mit halbautomatischen Hubkeilverschluß. Das Richten der Waffe und die Zündereinstellung erfolgen automatisch. Die automatische Geschoßladeeinrichtung ist mit einem 60 Schuss Magazin versehen und in der Fahrzeugwanne eingebaut. Die erzielbare Schussweite liegt bei 30 km, mit reichweitengesteigerter Munition können Ziele bis 40 km bekämpft werden. Die PzH 2000 wird von einem 736 kW leistenden MTU 881 Ka-500 Dieselmotor angetrieben und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Die Besatzung besteht aus dem Geschützführer, Kraftfahrer, Richtkanonier und zwei Ladekanonieren.

Gleich zu Beginn muss ich erwähnen, dass der Bausatz von Revell nicht unbedingt die PzH 2000 wiedergibt, wie sie auf zahlreichen Bildern zu sehen ist. Es gibt sehr viele Abweichungen vom Bausatz zum Original, welches im Bestand der Bundeswehr ist. Warum das Revell beim Formenbau so gemacht, hat entzieht sich meiner Kenntnis. Da der Bau von modernem Gerät nicht unbedingt mein modellbauerischer Schwerpunk ist und ich diesen Bausatz geschenkt bekommen habe, entschloss ich mich die Fehler zu ignorieren und das Modell ohne zusätzliche Teile und Veränderungen aus dem Karton zu bauen und mich mehr auf die Bemalung zu konzentrieren.

Der Bausatz besteht aus vier großen dunkelgrünen Spritzlingen, der Wanne, zwei Vinylketten und einem gedrehten Aluminiumrohr für die Kanone. Mit dem gut gedruckten Decalbogen ist es möglich, je zwei Fahrzeuge des PzArtBtl L345 in Kusel und des PzArtBtl L95 in Munster darzustellen. Der Bau der Haubitze geht eigentlich recht schnell voran, wobei viele Teile recht grob ausfallen und sehr viel Guss-Grat zu entfernen ist. Die Manschette am Rohr hat Revell dem Bausatz nicht mit beigelegt, stattdessen soll diese mit Alufolie selbst hergestellt werde. Auf solch einen Unfug habe mich mich nicht eingelassen und die Manschette aus Miliput-Modelliermasse hergestellt.

Zur Bemalung: zuerst habe ich das Modell mit einer Mischung aus Tamiya Nato Green (XF-67) Olive Green (XF-58) und Flat Green (XF-5) in mehreren Durchgängen gespritzt, wobei ich die größeren Flächen wolkig aufgehellt habe. Das braune Tarnmuster wurde aus einer Mischung aus Nato Brown (XF-68) und Red Brown (XF-64) gespritzt. Das schwarze Tarnmuster mit Flat Black (XF-1), dass durch Zugabe von etwas Flat White (XF-2) aufgehellt wurde. Die Ketten habe ich mit Auspuff-Metall (1406) von Model Master grundiert, danach mit Rost von Gunze (H453) gewaschen und leicht trockengemalt mit Aluminium von Model-Master (1401). Die Gummiauflagen wurden mit Rußschwarz von Gunze (H452) bemalt. Die silberne Farbe der Kettenhörner sind mit einem Silber-Eding entstanden. Um die harten Farbübergänge am Tarnschema etwas zu mildern, habe ich das gesamte Modell mit einem Filter (stark verdünnte grüne Grundfarbe 1:50) überspritzt. Nachdem die Decals angebracht waren und alles gut getrocknet ist, ging es an die Gebrauchsspuren. Zuerst habe ich das gesamte Modell mit einem khaki-Ton aus Enamel von Humbrol 94 trockengemalt. Die Verstaubungen am Fahrwerk und den unteren Wannenpartien, erreichte ich mit einer Farbbrühe aus schwarz, grau und braun die wellenförmig aufgespritzt wurde. Anschließend behandelte ich alle Flächen mit trockenen Pigmenten von MIG (Dark Mud, Brick Dust und Panzer Gray). Die Werkzeuge wurden mit verschiedenen Vallejos bemalt und mit Aluminium trockengemalt. Alle Leuchten, Blinker und Glasteile habe ich mit den Clear-Farben von Gunze bemalt. Washings habe ich nur an bestimmten Stellen und nur sehr schwach durchgeführt. Die Stellen, die ständigen Gebrauch ausgesetzt sind wurden noch mich etwas Aluminium trockengemalt.

Mein Modell stellt ein Fahrzeug der 3./PzArtBtl L345 in Kusel im Jahre 1999 dar.

 

Fazit: Ein schönes Modell, dass schnell zusammengebaut werden kann, aber mit guter Recherche viele Änderungen erfahren muss.

 
2007 © www.panzerscale.com     Druckversion

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