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Diorama "Rue du Calvados" - SS AufklAbt 1 - Normandie Sept. '44

Bau des Dioramas

Die Idee für dieses kleine Diorama kam mir beim einem Besuch eines ehemaligen Modellbauladens in München, der gerade Ausverkauf hatte. Neben einigen anderen Sachen, habe ich die Bausätze "Farm Gate" von Miniart und das Figurenset Armored Reconnaissance, Wiking Division (6131) von Dragon sehr günstig erstanden. Welches Fahrzeug dazu passen könnte, wusste ich zu dem Zeitpunk noch nicht, aber da würde sich schon etwas finden.

Obwohl ich noch einige andere Sachen im Bau hatte, habe ich eigentlich gleich mit dem Bau des Vaku-Kits von Miniart begonnen. Mit etwas Übung und etwas Scratch lassen sich aus diesen Vakus sehr schöne Gebäude erstellen.

 

So etwas ist eigentlich schnell gebaut. Die Vakuteile ordentlich abtrennen, Plan schleifen und im rechten Winkel verkleben. Für das versäubern der Klebenähte benutze ich 2 Komponenten Kfz-Spachtel von Nigrin. (gibt's im Baumarkt). Nach der Austrocknung kann dann mit Wasserschleifpapier so verschliffen werden, dass keine Klebenähte mehr zu sehen sind. Beim Mauerwerk bekommt man die Klebenähte mit so kleinen Schlüsselfeilen oder mit einem Fräser und einer Proxxon/Dremel recht gut weg. Danach wird alles mit Surfacer 1000 von Gunze besprüht.

Jetzt geht's an die Farbgebung. Da kann man sich eigentlich richtig austoben mit einer Grundfarbe und dann verschiedenen Tönungen. Nach der Lackierung wird in zwei Arbeitsgängen Graue und Braune Ölfarbe dick aufgebracht und nach 5 Minuten wieder abgewischt. Das gibt richtig schöne Effekte. Das Terrain habe ich mit gesiebter Bonsaierde in Holzleim-Wasser-Gemisch dünn aufgebracht. Nach der Trocknung ist das steinhart. Die Erde mit etwas Wasser-Holzleim-Gemisch betupft und in groben Abschnitten mit grünen Turfstreu von Noch beträufelt. Danach werden fertige Grasbüschel von Frederikus Rex "Greenline" in verschiedenen Größen aufgeklebt. Die Grasblüten habe ich aus gezogenen Giessästen in einem kleinen Tropfen Sekundenkleber, getaucht in Micro Ballons (Füllstoff) selbst hergestellt. Den Abschluss bilden verschiedene Erdpigmente und aufgespritzte  Braun- und Beigetöne von Tamiya. Das Tor wurde mit den neuen Holzfarben von Lifecolor behandelt (kann ich nur empfehlen). Die Scharniere vom Tor sind aus Evergreen Profilen und Messingrohr selbst gebaut.

 

Nachdem die Base mit der Gestaltung und der Grundbemalung soweit fertig war, kam die Auswahl auf das Fahrzeug, das darauf stehen sollte. Da die Abmessungen doch recht klein sind, kamen eigentlich nur ein Kübel-oder Schwimmwagen, ein Sd.Kfz. 221/222/223 oder ein Sd.Kfz. 250 in Frage. Ich habe mich dann für das Sd.Kfz.250/1 neu von Dragon Premium entschieden, weil es von der Szenerie recht gut passt und weil dieser Premium Bausatz recht viel Zubehör hat. Über den Bau kannst du hier auf der Seite lesen.

 

Weiter ging es mit den Figuren: Drei davon sind aus dem oben beschriebenen Dragon Set. Die zwei anderen sind ebenfalls von Dragon, da ich aber immer viel gebaute Figuren schon fertig habe, kann ich nicht mehr sagen aus welchem Kit diese sind. Die Figuren erhielten neue Resinköpfe von Hornet und Alpine Miniatures, wurden etwas überarbeitet und mit Acrylfarben von Vallejo Model Color bemalt. Ich benötige für die Bemalung einer Figur immer zwei Abende, wobei die Gesichter am Wochenende bei Tageslicht bemalt sind.

Detaillierung und Feinarbeiten

Nachdem das die Base, der Sockel, das Fahrzeug und die Figuren fertig gebaut und bemalt waren, wurde erst mal eine Standprobe durchgeführt. Die einzelnen Komponenten passten recht gut zusammen, jedoch war mir das alles noch zu leer auf der Platte. So kam noch eine "Dreckecke" mit Schubkarre (plusmodel), Lappen (Papierhandtuch), Zaunlatten (Holzfurnier), Schaufel und Zahnrad (Grabbelkiste) mit drauf. An das Sd.Kfz. habe ich Packsäcke (selbst erstellt), Stahlhelme (Legend) und ein StG 44 mit Magazinen angebracht. Der Telegrafenmast stammt vom plusmodel und wurde noch etwas überarbeitet. Als das alles gebaut, bemalt und gealtert war ging es an die Detailbemalung der Base, denn so wie oben (siehe Fotos im Blog) war mir das alles noch viel zu sauber und irgendwie nicht fertig. Das war eigentlich die intensivste Arbeit an dem Diorama um es realistisch aussehen zu lassen. So mussten noch Ziegel und Zielreste, abgeblätterter Putz, Moos, Dreck und die verschiedensten Verwitterungen auf- und angebracht werden. Dieses erreichte ich durch Acryl- und Enamelfarben, verschiedenste Ölfarben, Pigmente, Gips, reichlich Filter und  Washings sowie Trockenmalen. Diese Arbeiten haben sich dann nochmals reichliche 14 Tage hingezogen, bis ich der Meinung war, so ist es perfekt.

Der Abschluss war das feste Verkleben des Fahrzeugs und der Figuren mittels Stiften und Sekundenkleber.

 

Fazit

Dieses kleine Diorama hat mich ca. 3 Monate Arbeit gekostet, die mir sehr viel Spass gemacht hat, weil eigentlich alles so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Da ich vieles selbst gefertigt habe und auf Sonderangebote zurückgegriffen habe, war auch der Materialpreis von ca. 60 bis 70 Euro für alles zusammen recht günstig.

Ich kann jedem nur empfehlen sich mal an einem einfachen Vakubausatz von Miniart zu versuchen und bei der Arbeit und Gestaltung eines Dioramas sich viel Zeit zu nehmen.

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Happy Modelling

Olav Bellmann

 

 

2010 © www.panzerscale.com    Druckversion

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