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Last Battle of "221" - 2./schweren SS Panzer-Abteilung 101 - 27.August 1944 Tilly-Vernonet

 

Servus Modellbaufreunde,

ich möchte euch mein nun endlich fertig gestelltes Dio zeigen.

Es stellt den Tiger 221 der schweren SS Panzer-Abteilung 101 an seinem letzte Tag dar. Der Tiger 221 war der vorletzte Tiger I, der von den schweren Kämpfen in der Normandie der 2. Kompanie der Abteilung übriggeblieben war. Nach einer Pause in Tilly in Nordfrankreich beim Rückzug zur Reichsgrenze wurde dieser Tiger aufmunitioniert. Nach dem Abmarsch wurde der Tiger am 27.08.1944 am Stadtrand von einem six Pounder Anti Tank Gun der D Kompanie 1st Worcestershires zerstört. Der Kommandant war SS-Untersturmführer Georg Hantusch.

 

Zum Bau:

Der Anfang war der Bausatz "French Street" von Miniart (36006). Dieser tiefgezogene Bausatz ist sehr gut detailliert und mit wenig Geschick kann man daraus eine schöne Häuserzeile bauen. Die Fallrohre und die Enden der Dachrinnen, die Giebel und die Fenster mussten etwas nachgearbeitet werden. Nach einer grauen Grundierung erfolgte die Bemalung und eine erste Alterung. nachdem ich einige Stellproben von verschiedenen Fahrzeugen vorgenommen habe, musste ich feststellen, das der Platz vor den Häusern doch ziemlich klein bemessen ist.

Ich habe die vorgegebene Base auf ein Stück Austrofoam geklebt und die Fläche mit Dentalgips etwas vergrößert. Nach dem aushärten habe ich das vorgegebene Pflaster mit einem Dremel und Fräser eingraviert.

Man sollte dabei einen Mundschutz tragen, weil dabei viel Feinstaub entsteht. Um das Gravieren etwas zu verkürzen und die Szene etwas aufzulockern, wurde ein Bombenkrater in die Grundplatte mit Ziegelmehl und kleinen Wurzeln eingearbeitet. Die Vorlage dazu bildeten Originalfotos aus dem Internet. In dieser Phase habe ich um die Platte auch gleich einen Rahmen aus Balsaholz geklebt. Der Rahmen wurde etwas erhöht aufgebaut, weil später noch ordentlich Schutt und Geröll auf die Platte kommen sollte.

Weiter ging es mit der kleinen Mauer. So etwas baut sich sehr schnell aus Styrodur. Graviert wurde wieder mit dem Dremel. Der gallische Hahn ist aus Resin und für den Maßstab 1:35 viel zu groß, aber als Sockelabschluss macht er sich gut. Das nächste war die Bemalung der Mauer und das Anbringen von etwas Efeu als Bewuchs. Dazu verwendete ich kleine Wurzeln von Geranien und Birkensamen.

Die erste Stellprobe der Fahrzeuge zum Anpassen an den Untergrund folgte. Als Streumaterial verwendete ich dazu Schamottemehl in verschiedener Körnung. Die nächsten Arbeitsschritte waren das Anbringen und Verkleben von viel kleinen Details, sowie die Bemalung des Untergrundes.

Bei einem Diorama, das Zerstörung und hektischen Rückzug einer Einheit darstellen soll, kann man sich an Details auf dem Boden so richtig austoben. Ich habe dazu Schilder, Ausrüstung, selbstgefertigte Plakate, Steine, ein geborstenes Wasserrohr, Kisten, Munition, Granathülsen, altes Mobiliar, eine Aschetonne, eine Wasserpumpe, Kanister, selbst gebaute Panzersperren und vieles mehr verwendet.

Wichtig ist auch diese Details auch in den zerstörten Häusern anzubringen. Nachfolgend noch einige Fotos dazu.

Das Platzieren und die Anpassung der Fahrzeuge und Figuren an den Untergrund bildete den Abschluss der Arbeiten. Wichtig dabei ist immer Spuren in den Untergrund einarbeiten. Die Ketten von Panzern, sowie die Räder der Fahrzeuge nie in der Luft schweben lassen und verschiedenste Farben für den Untergrund benutzen. Wo Fensterscheiben zersplittert sind müssen auf dem Boden auch Glassplitter liegen.

Für das Wasser aus der geborstenen Leitung im Krater habe ich klares Resin benutzt. Die Blumen im Kasten sind aus natürlichem Baummoos, haltbar gemacht mit Glyzerin und Wasser. Siehe dazu auch das letzte Bild.

Die verwendeten Figuren sind von Alpine Miniatures, Royal Model, Verlinden, Dragon, Hornet und MK35. Bemalt habe ich sie mit Acrylfarben von Vallejo Model Color.

 

Fazit: Für den Bau eines solchen Dioramas braucht man viel Geduld und Zeit. Eine umfangreiche Recherche, wie so etwas im Original ausgesehen haben könnte ist ebenfalls sehr wichtig. Fotos dazu gibt es im Internet und in Büchern sehr viele. Diese sollte man auf alle Fälle dazu benutzen. Richtig viele Figuren beleben ein Diorama immer.

Für mich ist es immer wichtig, dass so ein Diorama eine Geschichte erzählt. In diesem Fall der hektische Rückzug aus Frankreich. Der Bau hat mit Unterbrechungen ein reichliches Jahr gedauert. Diese Zeit hat sich für mich auf alle Fälle gelohnt, denn obwohl ich es in keinem Wettbewerb hatte, war die Resonanz der Besucher auf Ausstellungen sehr groß.

 

2011 © www.panzerscale.com    

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